1/27/2016

Wir- oder das was bleibt


Wir zwei- Wir            waren bestimmt für immer. Waren Allzeitengewinner und wussten, dass uns nichts geschehen wird, solange wir beisammen waren- und unsere Herzen immer für das des anderen schlagen.
Wir waren die selbstverständliche Besonderheit- sprühend vor Jugendlichkeit. Wir waren wir- so war es immer! Du warst der fehlende Splitter, der meine Welt aufatmen ließ in meinem Gefühlsgewitter. Du warst nicht nur eine Freundin, du warst viel mehr- du warst viel mehr- du warst wie meine Schwester, das zu sagen fiel mir nie besonders schwer. 

Ich weiß nicht mehr, wann alles begann, zu lange ist es her um zu wissen, wann unsere Freundschaft an Stärke gewann. Wir waren noch so jung, konnten gerade laufen. Tag für Tag, Tür an Tür so lebte es sich, wir beide waren immer da, ließen den anderen nie im Stich. Unsere Fantasie und die Möglichkeiten waren grenzenlos. In unserer eigenen Welt fühlten wir uns groß- im Gegensatz zu dem was wir waren. Klein und gutgläubig Blickend auf die guten Seiten des Menschlichen Seins. Die anderen sahen das nicht so und wir standen immer alleine. Doch diese Tatsache war mir letztendlich nichtig, du warst das einzige was in meinem damaligen Leben mir war wichtig.


So zogen die Jahre ins Land und es war unsere Freundschaft, die immer einen Weg fand. Auch wenn du irgendwann nicht mehr neben mir wohntest, du warst diejenige die trotzdem in meinem Herzen thronte. Wir waren wie ausgelassene, kleine Kinder, spielend am Strand doch es war die Zeit, die langsam das Band löste, das unsere Herzen verband. Interessenkonflikte stellten sich uns in den Weg, die wenige Zeit die wir miteinander verbrachten war der Beleg. Irgendwann hast du beschlossen, dein Leben in eine neue Richtung zu lenken und deine Zeit anderen Dingen zu schenken. Ich war kein Teil davon.

Wir waren die selbstverständliche Besonderheit- sprühend vor Jugendlichkeit. Wir waren wir- so war es immer! Du warst der fehlende Splitter, der meine Welt aufatmen ließ in meinem Gefühlsgewitter. Du warst nicht nur eine Freundin, du warst viel mehr- du warst viel mehr- du warst wie meine Schwester, das zu sagen fiel mir nie besonders schwer. 

Und heute- heute scheinst du mich nicht einmal mehr zu kennen. Ich achte darauf deinen Namen nicht aus Versehen zu nennen. Zu schmerhaft ist die Erinnerung, die aufflammt selbst wenn ich ihn nur höre- und selbst wenn ich es mir immer schwöre- kann ich dich nicht aus meinen Gedanken drängen.
Und wenn wir uns mal durch Zufall begegnen, dann Laufen wir an einander vorbei und schauen, wenn überhaupt erst im Letzten Moment hin und lächeln verlegen und alles in mir schreit. Schreit vor Schmerz und verletzten Stolz: „Verdammt, war die Zeit denn so Scheiße, dass ich nicht einmal ein Hallo verdient habe?“
Schon klar, ich war uncool und langweilig und spießig, schon klar, weil ich an den Kindheitsträumen festhielt und noch an Wunder glaubte, wohl wahr. Doch es sollte wohl so sein.
Selbst wenn du diejenige warst, die mich ließ im Stich, kann ich nicht von Hass sprechen sondern nur drei Worte: „Ich vermisse dich!“

Wir zwei- Wir            waren bestimmt für immer. Waren Allzeitengewinner und wussten, dass uns nichts geschehen wird, solange wir beisammen waren- und unsere Herzen immer für das des anderen schlagen.